Nachgefragt bei Markus Raunig, AustrianStartups

„Es braucht Unterstützung, damit die Start-ups nach der Krise zum Jobmotor werden können“

Wie steht es Ihrer Einschätzung nach um die Start-up-Szene in Österreich?
Raunig:
Derzeit leidet auch die Start-up-Szene massiv unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Acht von zehn Start-ups spüren die negativen Auswirkungen und nur 58% sind optimistisch, die Krise zu überleben. Gleichzeitig zeigt sich aber auch das innovative Potenzial der Start-ups: Fast die Hälfte arbeitet bereits aktiv an der Entwicklung von Lösungen gegen die Krise.

Haben österreichische Jungunternehmen vor Ort ausreichend guten Zugang zu Kapital?
Raunig:
Nein. 71% der Start-up-Gründer schätzen das derzeitige Fundraising-Umfeld als schlecht oder kritisch ein – die österreichische Bundesregierung hat deshalb hier auch schon Maßnahmen angekündigt, die private Investments in Start-ups durch einen staatlichen Zuschuss verdoppeln sollen.

Wo sehen Sie in den nächsten Monaten die größten Herausforderungen für Unternehmen?
Raunig: Größtes Problem sind Liquiditätsengpässe, die durch massive Umsatzeinbrüche und das schwierige Fundraising-Umfeld entstehen. Hier braucht es Unterstützung, damit die Start-ups nach der Krise dann zum Jobmotor werden können.

Herr Raunig, vielen Dank für Ihre Einschätzungen.

 

Markus Raunig ist Managing Director des österreichischen Start-up-Verbands AustrianStartups und Board Member beim European Startup Network.